Ein Licht geht uns auf!

Liebe Leserin, lieber Leser, lieber Christ,

Ein Licht geht uns auf!

Früher, werden manche sagen, als wir noch mehr Zeit und weniger Geld hatten, da war die Adventszeit noch eine intensivere Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Adventskranz, Kerzenlicht, Musik, schöne und gut be- suchte Gottesdienste sowie viele Bräuche führten uns durch die Wartezeit hin zum wahren Licht, das in die Welt gekommen ist: zu Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der aus Liebe zu uns Mensch geworden ist.

Klagen wir nicht darüber, dass es die angeblich so stille Zeit kaum mehr gibt. Stattdessen wünsche ich Ihnen und mir, dass uns das Licht aufgeht, welch schönen und kostbaren Glauben wir Christen haben. Nehmen wir uns Zeit, um im Vergleich mit anderen Religionen und Lebenseinstellungen das Besondere der christlichen Botschaft zu erkennen und zu schätzen.

In vielen Religionen leben die Menschen in Angst vor ihren Zauberern, Ah- nen, Geistern und unheimlichen Mächten. Der Gott der Bibel dagegen ist unser Vater, der seine Geschöpfe liebt, hier auf Erden und über den Tod hinaus. Es gibt Religionen, in denen Gewalt, Krieg und Terror zum Pro- gramm gehören. Auch wenn Christen leider der Versuchung zu Rache und Gewalt erliegen. Die Barmherzigkeit mit den Armen, einfach die Nächsten- liebe und sogar Feindesliebe sind wahre Kennzeichen christlichen Glaubens. Manche Religionen verachten die Welt, überlassen alles dem blinden Schick- sal. Wir Christen sehen die Welt als Gottes gute Schöpfung, die es für alle Menschen zu bewahren und eben nicht auszubeuten gilt. Viele Religionen glauben an eine Seelenwanderung nach dem Tod, eine Art von Strafrunden zur Reinigung der Seele. Wir Christen glauben, dass wir ein einziges Leben haben vom Anfang bis zum Ende, über dessen Wert Gott hoffentlich barm- herzig richten wird, sodass wir dann ewig bei ihm daheim sein dürfen.

Das alles und noch viel mehr verdanken wir Jesus Christus, in dem uns Gott sein Antlitz gezeigt hat. Sind wir dankbar für diesen wunderbaren Glauben und ha- ben wir keine Scheu, ihn auch Anderen zu bezeugen, wenn sie uns danach fragen. Dieser Glaube wäre auch eine Befreiung für alle Menschen dieser Welt, wenn sie ihn nur kennen lernen dürften und auch wollten.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit, Ihr P. Franz Schaumann SDB

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