Was uns Christen ausmacht

Liebe Leserin, lieber Leser, lieber Christ,

Unser Leben könnte so schön sein, wenn es nicht durch böse Worte, Blicke und Taten verdorben oder gar zerstört würde. Wie können wir damit leben oder damit fertig werden? Im Gottesdienst beim Pfarrfest kam mir die Erfindung Dr. Krendlingers von der reinigenden Kraft der Wachswatte zu Hilfe. Diese in Wachs getränkte Watte reinigt das von Öl verschmutzte Wasser so gründlich, dass es sogar wieder genießbar wird.
Was kann unser durch eigene oder fremde Schuld “verschmutztes” Leben wieder reinigen, sodass wir wieder aufatmen und befreit leben können?
Gott hat uns aus Liebe seinen Sohn gesandt, hat ihn Mensch werden lassen. Jesus stieg bei seiner Taufe im Jordan in diese schmutzige Flut von Sünde und Schuld hinein und nahm – wie die Wachswatte – alles Böse, sogar den Tod auf sich und erlöste uns davon. Sein Heiliger Geist, seine Liebe überwindet das Böse durch das Gute.
Was hilft das uns?
Wir Christen sind durch Glaube und Taufe mit Christus verbunden. Sein Heiliger Geist, der in uns wohnt, macht auch uns fähig, Böses durch Liebe zu überwinden. Freilich sollten wir nicht rückfällig werden und uns von ihm entfernen oder gar trennen. Viele glaubwürdige Christen zeigen uns: je fester wir mit Christus verbunden sind, je tiefer und liebevoller unsere Beziehung zu ihm ist, umso mehr kann er auch in uns und durch uns Böses in Gutes verwandeln.
Es kommt also auf Jesus Christus an, aber auch auf Dich und mich. Gott will der Welt und den Menschen auch heute seine Liebe schenken. Nicht Resignation, sondern frohe Mitarbeit wird auch Anderen Mut machen, auf Gott zu vertrauen.

Ihr
P. Franz Schaumann SDB

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